Geschichte der Schule

Die Reineke-Fuchs-Grundschule blickt mittlerweile auf eine bald 50-jährige Geschichte zurück. Bereits kurz nach dem Bau der Berliner Mauer begannen die ersten Planungen – und 1972 zogen die ersten Schüler in das neue Gebäude. Seitdem hat sich viel verändert – in Berlin, in der Welt – und auch in unserer Schule.

Alles begann gegen Ende der 1960er Jahre. Die Borsigwalder Grundschule in der Auguste-Viktoria-Allee, die auch die „Graue Schule“ genannt wurde, war einfach zu eng geworden für die immer weiter wachsende Schülerschar. Fast 1500 Schüler konnten nicht mehr angemessen untergebracht werden. Das war der Ausgangspunkt für die Planungen, ein modernes neues Schulgebäude am Foxweg zu errichten. Viele bürokratische Hürden und Hindernisse, darunter auch vereinzelte Häuser, die noch auf dem Grundstück standen, mussten dazu aus dem Weg geräumt werden, bis der Bau 1970 tatsächlich begonnen werden konnte.

Für damalige Verhältnisse war die neue Schule hochmodern und extrem fortschrittlich. Helle, luftige Räume, eine ungewöhnliche Architektur die – seinerzeit etwas ganz Neues – vollständig in Fertigbauweise aus Beton umgesetzt wurde. Kein quaderförmiger Kasten wie frühere Schulen, sondern eine originelle Form, die auf zwei achteckigen Haupt-Türmen basiert: Bald hatte das Gebäude den berlintypischen Spitznamen „Café Achteck“ erhalten.

1971 wurde das offizielle Richtfest gefeiert – und zum Schuljahresbginn 1972/1973 konnten die ersten Klassen in das neue Gebäude einziehen. Schon damals gab es, anders als in anderen Bundesländern, die Klassen 1-6 in Berliner Grundschulen. Über 600 Schüler gingen Ende 1972 in die neue Schule.

Die Schülerzahl schwankte in den ersten Jahren ein wenig, bewegte sich aber meist um die 600. Die Klassengrößen lagen anfangs bei ca. 30 Schülern, während es etwas über 30 Lehrer gab. Anfangs waren ca. 12% der Schüler nicht-deutscher Herkunft. Ende der 1990er Jahre lag der Prozentsatz bei etwa 25%.

Übrigens: Den Namen „Reineke-Fuchs-Schule“ erhielt die Schule erst fünf Jahre später, 1977. In zahlreichen Konferenzen und Abstimmungen wurde seit 1975 beratschlagt, welcher Name der geeignetste wäre. „Grundschule am Foxweg“ und „Foxgrundschule“ waren damals auch in der engeren Auswahl. Zum Schluss setzte sich aber das Wappentier des Bezirks Reinickendorf durch. Bei der offiziellen Namensgebung überreichte der Bezirksbürgermeister der Schule ihr Maskottchen, den ausgestopften Fuchs, der bis heute im Foyer zu besichtigen ist.

Seitdem hat sich bis heute in der Schule eine Menge verändert. Das seinerzeit hochmoderne Sprachlabor, das für viel Geld in den 80er Jahren eingerichtet wurde, existiert heute nicht mehr – dafür gibt es einen gut ausgestatten PC-Raum, Smartboards und andere zeitgemäße Ausstattung. Die Klassengrößen haben sich verringert – die Schülerzahl ist ebenfalls geringer geworden, die Anzahl der Lehrer und Erzieher hat sich hingegen vergrößert. Ein Pavillon wurde der Schule hinzugefügt, um bessere und individuellere Möglichkeiten des Lernens zu ermöglichen. Eine Schulstation und ein Hort gehören zur Schule. Die Schule erhielt das Zertifikat „Musikalische Grundschule“ und beteiligte sich zunehmend an Aktionen, Projekten und Kooperationen im Bereich Sport, Kunst, Musik, Theater und sozialen Projekten. Auch die Schülerschaft hat sich in ihrer Zusammensetzung verändert. Heute liegt der Anteil der Schüler nicht-deutscher Herkunft bei über 80% – so dass Sprachförderung und kulturelle Wertevermittlung eine noch größere Rolle spielen als zu Anfangszeiten.